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Berühmte Moldauer Film und Theater · 1936-2003

Emil Loteanu

Regisseur und Dichter, der den moldauischen Film international bekannt machte

1936-2003

Emil Loteanu

Foto: Gikü (talk), CC0, via Wikimedia Commons

Emil Loteanu war Filmregisseur, Drehbuchautor und Dichter und ist der bekannteste Filmemacher, den Moldau hervorgebracht hat. Seine Filme Lăutarii (1972) und Șatra (1976) wurden beim Festival von San Sebastián ausgezeichnet. Aus seiner Zusammenarbeit mit dem Komponisten Eugen Doga gingen einige der beliebtesten Filmmelodien der Sowjetzeit hervor.

Bezug zu MoldauEmil Loteanu wurde in Clocușna im Norden der heutigen Republik Moldau geboren und drehte beim Studio Moldova-Film seine ersten Spielfilme, darunter Lăutarii über bessarabische Volksmusikanten.

Loteanu wurde am 6. November 1936 in Clocușna geboren, das damals zu Großrumänien gehörte und heute im Bezirk Ocnița liegt. Nach dem Tod seines Vaters verlor er den Kontakt zu seiner Mutter und lebte eine Zeit lang auf der Straße in Bukarest. Von 1953 bis 1955 besuchte er die Schauspielschule des Moskauer Künstlertheaters, und 1962 schloss er an der Filmhochschule WGIK in Moskau ab.

1963 gab er bei Moldova-Film sein Spielfilmdebüt. Lăutarii (1972) erzählt die Geschichte eines begabten Geigers im Bessarabien des 19. Jahrhunderts und erhielt in San Sebastián einen Sonderpreis der Jury. Șatra (1976), auf Russisch Tabor uchodit w nebo, gewann dort die Goldene Muschel, den Hauptpreis. Es folgten Mein liebes zärtliches Tier (1978) nach einer Erzählung von Tschechow und Anna Pawlowa (1983), eine britisch-sowjetische Koproduktion mit Michael Powell als einem der Produzenten. Loteanu veröffentlichte auch Gedichtbände und Erzählungen.

Die Verbindung zu Moldau

Mit Lăutarii machte er die Lăutari, die Berufsmusiker des bessarabischen Landes, zum Thema eines international preisgekrönten Films. Die Musik schrieb er nicht selbst: Dafür arbeitete er mit Eugen Doga zusammen, der auch den Walzer für Mein liebes zärtliches Tier komponierte.

Loteanu starb am 18. April 2003 in Moskau an Krebs und ist dort auf dem Wagankowoer Friedhof begraben.

Eckdaten

  • Am 6. November 1936 in Clocușna geboren
  • Abschluss an der Filmhochschule WGIK 1962
  • Lăutarii 1972, Sonderpreis der Jury in San Sebastián
  • Goldene Muschel in San Sebastián für Șatra 1976
  • Am 18. April 2003 in Moskau gestorben

Quellen

  1. Emil Loteanu, Wikipedia
  2. Lăutarii, Wikipedia
  3. Gypsies Are Found Near Heaven, Wikipedia