moldova.be
↑ ↓ navigierenEnter öffnenEsc schließen
Berühmte Moldauer Wissenschaft und Architektur · 1873-1949

Alexei Șciusev

Architekt des Lenin-Mausoleums, geboren und aufgewachsen in Chișinău

1873-1949

Alexei Șciusev

Foto: Алекс Ред, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Alexei Șciusev (auf Russisch Alexei Schtschussew) war einer der bekanntesten Architekten des Russischen Kaiserreichs und der Sowjetunion, der Schöpfer des Lenin-Mausoleums und des Kasaner Bahnhofs in Moskau. Er wurde in Chișinău geboren, wo sein Elternhaus heute ein Museum ist.

Bezug zu MoldauAlexei Șciusev wurde 1873 in Chișinău in dem Haus geboren, das heute sein Gedenkmuseum ist, besuchte dort das Gymnasium und arbeitete nach 1945 am Plan für den Wiederaufbau der Stadt.

Șciusev wurde am 8. Oktober 1873 in dem Haus geboren, das seine Eltern Victor und Maria Șciusev in den 1850er Jahren im historischen Teil von Chișinău für ihre fünf Kinder hatten bauen lassen. Von 1883 bis 1891 besuchte er das Zweite Gymnasium der Stadt. Im Elternhaus wohnte er bis 1897.

Seine Laufbahn spielte sich in Russland und später in der Sowjetunion ab. Zu seinen bekanntesten Werken gehören der Kasaner Bahnhof und das Lenin-Mausoleum in Moskau, die Gedächtniskirche auf dem Kulikowo-Feld, die Ikonostase der Mariä-Himmelfahrt-Kathedrale im Höhlenkloster von Kyjiw und das Opern- und Balletttheater in Taschkent. Er war Mitglied der Akademie der Künste des Russischen Kaiserreichs und der Akademie der Wissenschaften der UdSSR und erhielt viermal den Stalinpreis sowie den Leninorden.

Die Verbindung zu Moldau

Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs gehörte Chișinău zu den Städten, für die Șciusev einen Wiederaufbauplan mitentwarf. Zwischen 1947 und 1949 legte er die Grundzüge des Chișinău der Nachkriegszeit fest, mit breiten Straßen und repräsentativen Bauten im Stil jener Jahre. Er starb 1949 in Moskau und ist auf dem Nowodewitschi-Friedhof begraben.

Wo Sie ihm begegnen

Sein Geburtshaus ist seit 1990 eine Zweigstelle des Nationalmuseums für Geschichte Moldaus. Bereits 1947 entstand dort das erste Architekturmuseum der Republik; 1973 wurde eine Ausstellung über sein Leben und Werk eröffnet. Nach einer Renovierung 2013 und 2014 zeigt das Gedenkhaus den Familiensalon, ein Wohnzimmer, das Kinderzimmer und das Arbeitszimmer des Architekten, eingerichtet im Stil der Zeit. Auch eine Straße in Chișinău trägt seinen Namen.

Eckdaten

  • 1873: in Chișinău geboren
  • 1883 bis 1891: Schüler am Zweiten Gymnasium von Chișinău
  • 1947 bis 1949: Plan für den Wiederaufbau von Chișinău
  • 1949: in Moskau gestorben
  • 1990: Geburtshaus wird Zweigstelle des Nationalmuseums für Geschichte

Quellen

  1. Alexei Șciusev House Museum, National Museum of History of Moldova
  2. Alexei Șciusev (1873-1949), Visit Chișinău
  3. Alexey Shchusev, Wikipedia (en)
  4. Alternative Chisinau, Soviet architecture in the Moldovan capital