Rezervația științifică Codrii
Naturreservat Codrii
Das älteste Naturreservat der Republik Moldau, in den Hügelwäldern der Codri
47.1118° N · 28.3624° E48 km ab Chișinău

Foto: Onbekend, Public domain, via Wikimedia Commons
Codrii ist das älteste wissenschaftliche Naturreservat der Republik Moldau, gegründet 1971 im Bezirk Strășeni. Es schützt 5.177 Hektar Laubwald in den Hügeln der zentralen Moldau, mit fast tausend Pflanzenarten, etwa der Hälfte der Flora des Landes. Die Verwaltung in Lozova ist der Ausgangspunkt für Besucher.
Natur und Landschaft
Die Codri sind die bewaldeten Hügel, die die Mitte der Republik Moldau bedecken. Im Reservat wächst Laubmischwald an sanften Hängen, durchzogen von Bachtälern und unterbrochen von Lichtungen. Laut IPN schützt es fast 1.000 Pflanzenarten, etwa die Hälfte der typischen Flora des Landes; das nationale Tourismusamt nennt außerdem mehr als 10.000 Insektenarten.
Zu den Tieren gehören Wildschweine, Rehe, Füchse, Hasen und Dachse. Der Baummarder kommt in der Republik Moldau nur hier vor, und die Wildkatze steht im Roten Buch der Republik Moldau. Das Reservat ist zudem der einzige bekannte moldauische Fundort der seltenen Landschnecke Bulgarica cana.
Das Reservat umfasst nur einen Teil des Waldgebiets der Codri, das sich zwischen Pruth und Răut erstreckt. Auch der Dealul Bălănești, mit etwa 429 Metern der höchste Punkt des Landes, liegt in diesen Wäldern. Besucher finden hier also ein gutes Beispiel für die Landschaft, die die Mitte des Landes prägt: niedrige, bewaldete Hügel mit Dörfern und Weinbergen in den Tälern.
Geschichte
Das Reservat wurde 1971 gegründet und ist damit das älteste der 63 Naturreservate, die die Republik Moldau laut IPN zählt. Als wissenschaftliches Reservat hat es den strengsten Schutzstatus: Ein großer Teil des Waldes bleibt sich selbst überlassen und dient der Forschung. Im Juli 2021 fanden Archäologen innerhalb seiner Grenzen, beim Dorf Condrița, einen Schatz der Cucuteni-Tripolje-Kultur aus der zweiten Hälfte des 5. Jahrtausends vor Christus: Kupferarmreifen, eine Hammeraxt, Pfeilspitzen aus Feuerstein und Goldgegenstände in einem Tongefäß.
Tipps für Ihren Besuch
- Beginnen Sie bei der Verwaltung in Lozova, wo es ein kleines Naturmuseum und ein Gästehaus gibt. Fragen Sie dort, welche Routen zugänglich sind: Nicht das gesamte Reservat darf frei betreten werden.
- Das Tourismusamt nennt Rastplätze am See, kleine Pavillons und Übernachtungsmöglichkeiten für Besucher.
- Kommen Sie im Frühling für die blühende Waldflora oder im Oktober für die Herbstfarben; an Sommertagen ist es im Wald angenehm kühl.
- Verbinden Sie das Reservat mit den nahen Klöstern Condrița und Căpriana.
Höhepunkte
- Ältestes Naturreservat der Republik Moldau (1971)
- 5.177 Hektar Laubwald in den Codri-Hügeln
- Fast 1.000 Pflanzenarten, die Hälfte der moldauischen Flora
- Fundort eines kupferzeitlichen Schatzes aus dem 5. Jahrtausend v. Chr.