Mănăstirea Căpriana
Kloster Căpriana
Fürstliches Kloster von 1429 in den Codri-Wäldern, mit der ältesten Kirche des Landes
47.1161° N · 28.5106° E37 km ab Chișinău

Foto: Diego Delso, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Foto: Andrey from Russia, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons
Foto: Diego Delso, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
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Ein Geschenk aus dem Jahr 1429
Vierzehnhundertneunundzwanzig unterzeichnete Fürst Alexandru cel Bun eine Urkunde. Er gab einem Kloster in den Wäldern einen fürstlichen Rang und schenkte es seiner Frau, Fürstin Marena. Dieses Kloster heißt heute Căpriana. Es liegt zwischen den bewaldeten Hügeln der Codri, rund vierzig Kilometer von Chișinău entfernt. Es ist eines der ältesten Klöster der Republik Moldau. Wer ankommt, fährt durch Eichen und Buchen, bis sich der Wald öffnet und die Kuppeln erscheinen. Ein stiller Ort, scheint es, doch Căpriana stand lange nah an der Macht.
Die Kirche von Petru Rareș
Archäologen datieren eine erste Steinkirche auf etwa vierzehnhundertfünfundzwanzig. Mehrere Fürsten förderten das Kloster, darunter Ștefan cel Mare. Nach einer Zeit des Verfalls ließ Petru Rareș die Hauptkirche zwischen fünfzehnhundertzweiundvierzig und fünfzehnhundertfünfundvierzig vollständig neu errichten. Diese Kirche Mariä Entschlafung steht noch. Sie gilt als älteste erhaltene Kirche des Landes. Ihre schlichten Mauern zeigen die Baukunst des mittelalterlichen Fürstentums Moldau, lange vor der russischen Zeit.
Bücher und ein Metropolit
Căpriana war auch ein Ort des Wissens. Das Kloster besaß eine der reichsten Bibliotheken der Moldau, mit Handschriften und Büchern unter anderem aus dem Kloster Zografou auf dem Berg Athos. Hinter dem Glockenturm liegt Metropolit Gavriil Bănulescu-Bodoni begraben. Er leitete von achtzehnhundertdreizehn bis achtzehnhunderteinundzwanzig die Kirche Bessarabiens und wurde achtzehnhunderteinundzwanzig hier beigesetzt. Bessarabien war damals gerade an das Russische Reich gefallen. Bănulescu-Bodoni spielte eine große Rolle beim Aufbau der Kirche in der neuen Provinz.
Jahre der Stille
Nach dem Zweiten Weltkrieg änderte sich alles. Neunzehnhundertsiebenundvierzig wurden die Mönche vertrieben, neunzehnhundertzweiundsechzig wurde das Kloster geschlossen. In die Gebäude zog ein Sanatorium für Kinder mit Tuberkulose. Eine Kirche wurde zum Dorfklub, eine andere zum Lager. Die berühmte Bibliothek verschwand, und niemand weiß genau, wo die Bücher geblieben sind. Das Kloster, das fünf Jahrhunderte überstanden hatte, verfiel in wenigen Jahrzehnten.
Die Wiederherstellung
Neunzehnhundertneunundachtzig kehrte das Klosterleben zurück. Zwischen zweitausenddrei und zweitausendfünf folgte eine große Restaurierung, bezahlt vom Staat und von Privatleuten. Zweitausendsechzehn wurden die sterblichen Überreste von Metropolit Bănulescu-Bodoni wiedergefunden. Im selben Jahr wurde er als örtlicher Heiliger anerkannt. Heute stehen drei Kirchen auf dem Gelände: die alte Kirche von Petru Rareș, eine Georgskirche von achtzehnhundertvierzig und eine Winterkirche von neunzehnhundertdrei.
Die Eiche von Ștefan
Im Wald beim Kloster steht eine alte Eiche. Die Überlieferung nennt sie die Eiche von Ștefan cel Mare. Der Fürst soll hier nach einer schweren Schlacht gerastet haben. Ob das stimmt, kann niemand beweisen. Doch das Kloster teilt etwas mit diesem Baum. Es stand schon hier, als die Grenzen ringsum immer wieder neu gezogen wurden: von Fürsten, Sultanen, Zaren und Parteibossen. Es wurde geschlossen, ausgeräumt und vergessen. Und doch steht es noch, mit seinen Kirchen zwischen den Bäumen.
Fotos: Vladikh (CC BY-SA 4.0), Alex Prodan md (CC BY-SA 4.0), Silvia Ursul (CC BY-SA 4.0), IurieSvet (CC BY-SA 4.0), Diego Delso (CC BY-SA 4.0), Cristibur (Uploads) (CC BY 3.0), see above (Public domain), TotalAnarchy (CC BY-SA 4.0), Georgid (CC BY-SA 3.0), TotalAnarchy (CC BY-SA 4.0), Jan Vochoč (Public domain), Prof. emeritus Hans Schneider (Geyersberg) (CC BY 3.0), TotalAnarchy (CC BY-SA 4.0), Tolea93 (CC BY-SA 4.0), Alex Prodan md (CC BY-SA 4.0), Tolea93 (CC BY-SA 3.0), Criss90kf (CC BY-SA 4.0), Mihai Botan 77 (CC BY-SA 4.0), Jbuket (CC BY-SA 4.0), Iurieph (CC0), Wikimedia Commons (Public domain), Visem (CC BY-SA 4.0), User:Zserghei (Public domain). Stimme: synthetische Stimme (KI).
Mănăstirea Căpriana ist eines der ältesten Klöster der Republik Moldau, seit 1429 als fürstliche Stiftung belegt, in den Wäldern der Codri-Region nordwestlich von Chișinău. Seine Kirche Mariä Entschlafung, von Petru Rareș 1542-1545 neu errichtet, gilt als älteste erhaltene Kirche des Landes. Nach Jahrzehnten des Verfalls in der Sowjetzeit wird das Kloster seit 1989 wieder genutzt.
Was Sie sehen
Das Kloster liegt auf einer Lichtung zwischen bewaldeten Hügeln, etwa 37 Kilometer vom Zentrum von Chișinău entfernt. Auf dem Gelände stehen drei Kirchen. Die älteste ist die steinerne Sommerkirche Mariä Entschlafung (Adormirea Maicii Domnului), ein schlichter Bau in der mittelalterlichen moldauischen Tradition. Die Georgskirche stammt von 1840 und trägt spätbarocke Züge. Die Winterkirche des heiligen Nikolaus von 1903 greift auf die Formen mittelalterlicher moldauischer Kirchen zurück.
Hinter dem Glockenturm liegt das Grab von Metropolit Gavriil Bănulescu-Bodoni, der von 1813 bis 1821 die Kirche Bessarabiens leitete. In den Wäldern rund um das Kloster steht eine alte Eiche, die die Überlieferung die Eiche von Ștefan cel Mare nennt: Der Fürst soll sich hier nach einer schweren Schlacht ausgeruht haben.
Geschichte
1429 verlieh Fürst Alexandru cel Bun dem Kloster einen fürstlichen Status und schenkte es seiner Frau, Fürstin Marena, wie die Urkunde zeigt, die auch Wikipedia anführt. Spätere Fürsten, darunter Ștefan cel Mare, Petru Rareș und Alexandru Lăpușneanu, förderten es. Archäologen datieren eine erste Steinkirche auf um 1425; nach einer Phase des Verfalls ließ Petru Rareș die Hauptkirche zwischen 1542 und 1545 vollständig neu bauen.
Căpriana besaß einst eine der reichsten Klosterbibliotheken des Fürstentums Moldau, mit Handschriften und Büchern unter anderem aus dem Kloster Zografou auf dem Athos; diese Sammlung verschwand in der Sowjetzeit. 1947 wurden die Mönche vertrieben, 1962 wurde das Kloster geschlossen. Die Gebäude dienten unter anderem als Sanatorium für Kinder mit Tuberkulose, als Dorfklub und als Lager. 1989 kehrte das klösterliche Leben zurück, und zwischen 2003 und 2005 folgte eine große Restaurierung mit staatlichen und privaten Mitteln. 2016 wurden die sterblichen Überreste von Bănulescu-Bodoni wiedergefunden, im selben Jahr, in dem er auch als örtlicher Heiliger anerkannt wurde.
Tipps für Ihren Besuch
Căpriana ist ein entspannter halber Tag ab der Hauptstadt und lässt sich mit dem Naturreservat Codrii oder dem Kloster Condrița verbinden. Kommen Sie unter der Woche oder früh am Tag, wenn Sie die Kirchen in Ruhe sehen möchten; am Wochenende kommen viele Familien und Hochzeitsgesellschaften. Der Wald rund um das Kloster eignet sich für einen kurzen Spaziergang.
Höhepunkte
- Kirche Mariä Entschlafung, 1542-1545 von Petru Rareș neu errichtet
- Grab von Metropolit Gavriil Bănulescu-Bodoni
- Winterkirche des heiligen Nikolaus (1903) im moldauischen Stil
- Eiche von Ștefan cel Mare in den umliegenden Wäldern