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Sehenswürdigkeiten Klöster und Kirchen

Mănăstirea Țipova

Felsenkloster Țipova

Kirchen und Zellen in einer Steilwand über dem Dnjestr, gleich daneben ein Wasserfall

47.6031° N · 28.9848° E93 km ab Chișinău

Mănăstirea Țipova

Foto: Diego Delso, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Mănăstirea Țipova ist ein Felsenkloster, das rund 90 Meter über dem Fluss in eine Steilwand am rechten Ufer des Dnjestr gehauen wurde, im Bezirk Rezina. Die Anlage umfasst drei Felsenkirchen und mehr als zwanzig Räume, die über mehrere Jahrhunderte entstanden. Sie gilt als größtes Felsenkloster der Republik Moldau und ist wieder ein aktives Kloster.

Was Sie sehen

Vom Dorf Țipova führt ein Pfad mit in den Stein gehauenen Stufen hinab zur Felswand. Dort liegen drei Gruppen von Höhlen auf unterschiedlicher Höhe, verbunden durch Gänge und Galerien. Die Kirchen sind schlichte Räume im Fels, mit Ikonen, Kerzen und kleinen Fenstern, die auf den breiten Dnjestr und das ukrainische Ufer blicken. Laut dem nationalen Tourismusportal umfasst die Anlage mehr als zwanzig miteinander verbundene Räume.

Etwas weiter stürzt der Bach Țipova über eine Felskante in ein Becken: Der Wasserfall ist etwa 16 Meter hoch. Oben auf dem Plateau steht eine oberirdische Kirche.

Geschichte

Die Datierung ist unsicher. Manche Forscher setzen die älteste Gruppe mit der Kirche zum Heiligen Kreuz schon im 11. oder 12. Jahrhundert an; die Nikolauskirche soll aus dem 14. Jahrhundert stammen. Die größte Gruppe rund um die Kirche Mariä Entschlafung wuchs zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert und wurde 1765 instand gesetzt und erweitert. Eine Mönchsgemeinschaft ist erstmals 1699 belegt.

Um das Kloster ranken sich Geschichten, die sich nicht beweisen lassen. Einer örtlichen Überlieferung zufolge heiratete Ștefan cel Mare hier 1478 Maria Voichița; eine andere verlegt das Grab des mythischen Sängers Orpheus in eine Nische beim Wasserfall. Historisch gesichert ist, dass die Sowjetbehörden das Kloster 1949 schlossen. Die Höhlen wurden geplündert, die Anlage verfiel. 1993-1994 kehrte das klösterliche Leben zurück.

Tipps für Ihren Besuch

Der Abstieg ist steil und nach Regen rutschig. Feste Schuhe sind nötig, und wer nicht gut zu Fuß ist, erreicht die Höhlen nur mit Mühe. Nehmen Sie im Sommer Wasser mit: Der Rückweg nach oben liegt in der prallen Sonne.

Țipova und Saharna liegen nahe beieinander am Dnjestr und ergeben zusammen einen Tagesausflug ab Chișinău; rechnen Sie mit etwa anderthalb Stunden Fahrt pro Richtung. Die Straße zum Dorf ist schmal, aber mit einem normalen Auto befahrbar. Achten Sie auf die Stille in den Felsenkirchen, in denen wieder Mönche leben.

Höhepunkte

  • Drei Felsenkirchen in einer Steilwand über dem Dnjestr
  • Mehr als zwanzig durch Gänge verbundene Räume
  • Etwa 16 Meter hoher Wasserfall am Bach Țipova
  • Legenden um Ștefan cel Mare und Orpheus

Quellen

  1. Turism.gov.md, Țipova Rock-Hewn Monastery
  2. Ancient History Sites, Țipova Monastery