Mănăstirea Japca
Kloster Japca
Das einzige Kloster Bessarabiens, das die Sowjetzeit ohne Schließung überstand
47.9881° N · 28.7111° E137 km ab Chișinău

Foto: Анатолий Зубанюк, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons
Mănăstirea Japca ist ein Nonnenkloster auf einem felsigen Ufer des Dnjestr im Bezirk Florești, entstanden im 17. Jahrhundert als Höhleneinsiedelei. Es gilt als einziges Kloster in Bessarabien, das während der gesamten Sowjetzeit geöffnet blieb. Die Gemeinschaft lebt bis heute ohne Strom und feiert ihre Gottesdienste auf Kirchenslawisch.
Was Sie sehen
Japca liegt auf einem steilen rechten Ufer des Dnjestr, etwa 10 Kilometer von Camenca entfernt, das auf der anderen Seite des Flusses liegt. Zur Anlage gehören Steinkirchen, Klosterzellen, eine Felsenkirche in der Steilwand und Quellen, denen Pilger heilende Kräfte zuschreiben. Die steinerne Himmelfahrtskirche ließ der örtliche Großgrundbesitzer Constantin Stati 1825 bauen; eine Kirche des Erzengels Michael folgte 1949, mitten in der Sowjetzeit. Die Hauptkirche wurde mehrmals neu gebaut und hat drei Altäre.
Die Felsenkirche, die moldova.travel die Einsiedelei auf dem Felsen nennt, blickt über den Fluss. Hier lebten der Überlieferung nach die ersten Mönche, bevor es ein Kloster gab.
Geschichte
Wie genau Japca entstand, ist unklar. Eine Legende schreibt die erste Felsenkirche einem Mönch Ezechiel am Ende des 17. Jahrhunderts zu, eine andere einem Mönch Theodosius. Das nationale Tourismusportal spricht von einer Höhleneinsiedelei aus dem 17. Jahrhundert, die 1818 auf Betreiben von Metropolit Gavriil Bănulescu-Bodoni den Status eines Klosters erhielt.
Was Japca in der moldauischen Geschichte besonders macht, ist das 20. Jahrhundert. Während die Sowjetbehörden fast alle Klöster schlossen und in Krankenhäuser, Lager oder Klubs umwandelten, blieb Japca offen. Das klösterliche Leben ging ohne Unterbrechung weiter, mit einem strengen Rhythmus, der bis heute spürbar ist: kein Strom, kein Fleisch, Gottesdienste auf Kirchenslawisch. 1996 erschien das Kloster auf einer moldauischen Briefmarke.
Tipps für Ihren Besuch
Japca liegt weit von der Hauptstadt entfernt, gut 130 Kilometer Straße, und lässt sich am besten mit einem Aufenthalt im Norden verbinden. Soroca liegt etwa 60 Kilometer weiter. Bedenken Sie, dass es sich um eine abgeschiedene, traditionelle Gemeinschaft handelt: Besucher sind willkommen, doch die Nonnen erwarten zurückhaltende Kleidung und ein entsprechendes Verhalten.
Fotografieren Sie die Nonnen nicht ohne Erlaubnis. Die Quellen und der Blick über den Dnjestr von der Felsenkirche aus sind die ruhigsten Orte der Anlage, vor allem am frühen Morgen.
Höhepunkte
- Einziges Kloster Bessarabiens, das die Sowjetzeit ohne Schließung überstand
- Felsenkirche in der Steilwand über dem Dnjestr
- Himmelfahrtskirche von 1825
- Gemeinschaft ohne Strom, Gottesdienste auf Kirchenslawisch