moldova.be
↑ ↓ navigierenEnter öffnenEsc schließen
Sehenswürdigkeiten Klöster und Kirchen

Mănăstirea Noul Neamț (Chițcani)

Kloster Noul Neamț in Chițcani

Männerkloster von 1861 bei Bender, gegründet von Mönchen aus dem rumänischen Neamț

46.7877° N · 29.5997° E82 km ab Chișinău

Mănăstirea Noul Neamț (Chițcani)

Foto: Tanyaofearth, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Mănăstirea Noul Neamț ist ein orthodoxes Männerkloster in Chițcani zwischen Bender und Tiraspol, 1861 von Mönchen gegründet, die das Kloster Neamț in Rumänien verlassen hatten. Das Dorf untersteht seit 1992 den nicht anerkannten transnistrischen Behörden. Wer es besuchen möchte, muss die belgischen Reisehinweise beachten, die 2026 dringend von allen Reisen nach Transnistrien abraten.

Was Sie sehen

Das Kloster liegt im Dorf Chițcani (russisch Kizkany) am rechten Ufer des Dnjestr, einige Kilometer südöstlich von Bender. Es ist Christi Himmelfahrt geweiht. Der russische Name, Nowo-Njamezki, verweist wie der rumänische auf das Mutterkloster Neamț in der rumänischen Region Moldau auf der anderen Seite des Pruth. Auf dem Gelände steht außerdem ein Baum mit einem in den Stamm geschnitzten Bild.

Geschichte

Laut Wikipedia wurde das Kloster 1861 von Mönchen gegründet, die Neamț, eines der bedeutendsten Klöster Rumäniens, verlassen hatten; andere Quellen nennen 1864. Ihr Weggang war ein Protest gegen die rumänischen Maßnahmen, Klostergüter zu enteignen und das Kirchenslawische aus der Liturgie zu verdrängen. Bessarabien gehörte seit 1812 zum Russischen Reich, sodass die Mönche hier außerhalb der Reichweite dieser Maßnahmen blieben.

Am 16. Mai 1962 schlossen die Sowjetbehörden das Kloster und richteten in den Gebäuden ein Krankenhaus ein. 1989 wurde die Kirche wieder geöffnet, und 1991 nahm eine rumänischsprachige Schule für orthodoxe Priester den Betrieb auf. Seit dem bewaffneten Konflikt von 1992 liegt Chițcani in dem Gebiet, das die transnistrischen Behörden kontrollieren, auch wenn es international zur Republik Moldau gehört.

Tipps für Ihren Besuch

Der wichtigste praktische Punkt ist die politische Lage. Der belgische FÖD Auswärtige Angelegenheiten rät in seinen Reisehinweisen (zuletzt aktualisiert am 17. Juli 2026) dringend von allen Reisen nach Transnistrien ab. Die moldauische Regierung hat dort keine Kontrolle, und konsularische Hilfe ist nicht gewährleistet. Wer dennoch reist, passiert einen transnistrischen Kontrollposten, muss seinen Reisepass vorzeigen und bezahlt vor Ort in transnistrischen Rubel.

Prüfen Sie vor der Abreise stets die aktuelle Lage und die Reisehinweise, und fotografieren Sie nicht auf eigene Faust an Kontrollposten oder militärischen Anlagen. Wer das Gebiet nicht betreten möchte, findet in der Republik Moldau selbst verwandte Klöster mit ähnlicher Atmosphäre, etwa Căpriana oder Curchi.

Höhepunkte

  • Großes Männerkloster, gegründet von Mönchen aus Neamț (1861)
  • Himmelfahrtskirche in einer ummauerten Anlage
  • Sowjetisches Krankenhaus von 1962 bis 1989
  • Lage im von Transnistrien kontrollierten Gebiet

Quellen

  1. Wikipedia, Noul Neamț Monastery
  2. FOD Buitenlandse Zaken, reisadvies Moldavië