Mănăstirea Hîncu
Kloster Hîncu
Nonnenkloster von 1678 in einem bewaldeten Tal an den Quellen des Cogâlnic
47.0792° N · 28.3219° E59 km ab Chișinău

Foto: Joergsam, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Mănăstirea Hîncu (auch Hâncu geschrieben) ist ein Nonnenkloster in den Wäldern des Bezirks Nisporeni, 1678 von dem Bojaren Mihalcea Hâncu gegründet, nachdem sich seine Tochter für das Klosterleben entschieden hatte. Es liegt am Grund eines bewaldeten Tals an den Quellen des Flusses Cogâlnic. Nach einer Sowjetzeit als Sanatorium ist es seit 1992 wieder ein Frauenkloster.
Was Sie sehen
Das Kloster liegt beim Dorf Bursuc in einer grünen Senke zwischen bewaldeten Hügeln. Laut moldova.travel entspringt hier der Cogâlnic, und die Quellen im Tal gehören zum Erlebnis des Besuchs. Es gibt zwei Steinkirchen: eine der heiligen Parascheva geweihte Kirche von 1835 und eine Kirche Mariä Entschlafung von 1845. Sie ersetzten eine ältere Holzkirche.
Die Anlage ist zugleich Sitz des örtlichen Bischofs und hat ein Gästehaus für Einkehrtage. Wer länger bleibt, merkt, wie der Tagesablauf von den Gottesdiensten und der Arbeit der Nonnen bestimmt wird.
Geschichte
Mihalcea Hâncu war ein hoher Bojar am moldauischen Fürstenhof. Der Überlieferung nach wollte seine Tochter lieber Nonne werden, als einen seiner Verbündeten zu heiraten; er gründete das Kloster 1678 für sie. Es begann als Frauengemeinschaft, verschwand aber Mitte des 18. Jahrhunderts infolge von Einfällen der Krimtataren. Nach dem Eintreffen der russischen Armee 1770-1772 bauten Mönche es als Männerkloster wieder auf.
1944 wurde das Kloster verstaatlicht, 1965 die Gemeinschaft aufgelöst. Ab 1978 dienten die Gebäude als Sanatorium und die älteste Kirche als Klub. 1990 kehrten zunächst Mönche zurück; seit 1992 ist Hîncu wieder ein Nonnenkloster, heute mit einer großen Gemeinschaft.
Tipps für Ihren Besuch
Hîncu liegt etwa eine Autostunde westlich von Chișinău und bietet einen ruhigen halben Tag in der Natur. Das hügelige Gelände und die Waldwege rund um das Kloster laden zu einem kurzen Spaziergang ein; tragen Sie Schuhe, die etwas Schlamm vertragen.
Sonntags und an kirchlichen Feiertagen kommen viele Besucher aus der Umgebung. Respektieren Sie die Ruhe eines aktiven Nonnenklosters: Sprechen Sie leise, fragen Sie um Erlaubnis, bevor Sie Personen fotografieren, und halten Sie sich an die Kleiderregeln. Wer die Gegend weiter erkunden möchte, verbindet Hîncu mit dem Kloster Căpriana auf der anderen Seite der Codri-Wälder.
Höhepunkte
- Kirchen der heiligen Parascheva (1835) und Mariä Entschlafung (1845)
- Quellen des Cogâlnic im Klostertal
- Aktives Nonnenkloster mit Gästehaus für Einkehrtage
- Waldwege in den Codri von Nisporeni