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Berühmte Moldauer Musik und Oper · 1935-2012

Maria Bieșu

Sopranistin aus Volintiri, weltweit als Cio-Cio-San gefeiert, Namensgeberin der Oper

1935-2012

Maria Bieșu

Foto: Photobank MD from Chisinau, Moldova, CC0, via Wikimedia Commons

Dokumentation · 3:14

Maria Bieșu

Die Sopranistin aus Volintiri und ihre Oper

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Tokio, 1967

Tokio, neunzehnhundertsiebenundsechzig. Bei einem internationalen Gesangswettbewerb erhält eine Sopranistin aus der Republik Moldau den Titel der besten Cio-Cio-San der Welt. Cio-Cio-San ist die japanische Titelheldin aus Puccinis Madama Butterfly. Die Sängerin heißt Maria Bieșu. Sie stammt aus einem Dorf im Südosten des Landes. Sie singt in Mailand und in Moskau, doch ihre ganze Laufbahn lang bleibt sie einem einzigen Opernhaus treu, in Chișinău.

Ein Dorf im Süden

Maria Bieșu wurde am dritten August neunzehnhundertfünfunddreißig in Volintiri geboren, im heutigen Bezirk Ștefan Vodă. Nach der Dorfschule besuchte sie eine Landwirtschaftsschule in Leova. Der Bezirk ist heute vor allem für seine Weinberge bekannt. Nichts deutete auf eine Karriere auf den großen Bühnen hin. Ihre Stimme fiel auf, als sie als Solistin bei Fluieraș sang, einem Orchester für Volksmusik. Das war neunzehnhundertachtundfünfzig, und sie stand dort neben bekannten Volkssängerinnen wie Tamara Ciobanu.

Ein unerwartetes Debüt

Sie studierte Gesang am Konservatorium von Chișinău und schloss neunzehnhunderteinundsechzig ab. Am achtundzwanzigsten April neunzehnhundertzweiundsechzig stand sie zum ersten Mal auf der Bühne der Oper von Chișinău, als Einspringerin in der Rolle der Tosca. Es war der Beginn eines Lebens, das sie ganz an dieses Haus band. Schon zwei Jahre später erhielt sie ihren ersten Ehrentitel in der moldauischen Republik.

Mailand, Moskau, Tokio

Von neunzehnhundertfünfundsechzig bis neunzehnhundertsiebenundsechzig vervollkommnete sie sich in Mailand, an der Scala. Neunzehnhundertsechsundsechzig wurde sie beim Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau ausgezeichnet, ein Jahr später folgte der Titel in Tokio. Sie sang Aida, Desdemona, Tosca, Leonora aus Il trovatore, Turandot und Tatjana aus Eugen Onegin. Neunzehnhundertsechsundachtzig nahm sie die Norma für die Plattenfirma Melodija auf. Neunzehnhundertsiebzig wurde sie Volkskünstlerin der Sowjetunion, der höchste Titel für Künstler im Land.

Chișinău treu

Sie bekam Einladungen aus dem Ausland, blieb aber der Oper von Chișinău verbunden. Neunzehnhundertneunzig gründete sie ein internationales Festival für Oper und Ballett, das jedes Jahr Sänger und Tänzer in die Hauptstadt holt. Neunzehnhundertsiebenundachtzig wurde sie Ehrenbürgerin von Chișinău, und neunzehnhundertzweiundneunzig verlieh ihr die unabhängige Republik Moldau den Orden der Republik. An dem Haus, in dem sie wohnte, in der Straße Alexei Mateevici, hängt eine Gedenktafel.

Ein Haus mit ihrem Namen

Maria Bieșu starb am sechzehnten Mai zweitausendzwölf in Chișinău. Der Präsident rief einen Trauertag aus. Zwei Tage nach ihrem Tod beschloss die Regierung, das Nationaltheater für Oper und Ballett nach ihr zu benennen. Das Gebäude am Bulevardul Ștefan cel Mare heißt seitdem Teatrul Național de Operă și Balet Maria Bieșu, und auch das Festival, das sie gründete, trägt heute ihren Namen. Sie ist auf dem Zentralfriedhof der Stadt begraben. Die Bühne, auf der sie neunzehnhundertzweiundsechzig als Einspringerin begann, trägt nun ihren Namen.

Fotos: Diego Delso (CC BY-SA 4.0), Internet Archive Book Images (No restrictions), Rhododendrites (CC BY-SA 4.0), This Photo was taken by Wolfgang Moroder (CC BY-SA 3.0), Gikü (CC0), Gikü (CC0), FrenchLaLa (CC BY-SA 4.0), Kamen Tabakov from Stara Zagora, Bulgaria (CC BY-SA 2.0), Perituss (CC0), NorbertNagel (CC BY-SA 4.0), EgorovaSvetlana (CC BY-SA 4.0), Companions Opera (CC BY-SA 4.0), Photobank MD from Chisinau, Moldova (CC0), Wiki.Anonim.091 (CC BY-SA 4.0), MOs810 (CC BY 4.0), Mirek237 (Public domain), Wiki.Anonim.091 (CC BY-SA 4.0), Wiki.Anonim.091 (CC BY-SA 4.0), Harold (CC BY-SA 4.0). Stimme: synthetische Stimme (KI).

Maria Bieșu war eine Sopranistin, die 1967 in Tokio zur besten Interpretin der Cio-Cio-San aus Madama Butterfly gekürt wurde. Sie blieb ihre ganze Laufbahn lang der Oper von Chișinău treu und gilt in Moldau als größte Opernsängerin des Landes. Kurz nach ihrem Tod 2012 erhielt das Nationale Opern- und Balletttheater ihren Namen.

Bezug zu MoldauMaria Bieșu wurde in Volintiri im Südosten von Moldau geboren und war jahrzehntelang die Primadonna der Oper von Chișinău, die seit 2012 ihren Namen trägt.

Bieșu wurde am 3. August 1935 in Volintiri geboren, einem Dorf im heutigen Bezirk Ștefan Vodă. Nach der Dorfschule besuchte sie eine Landwirtschaftsschule in Leova. Ihre Stimme fiel auf, als sie als Solistin beim Volksmusikorchester Fluieraș sang. Sie studierte Gesang am Konservatorium von Chișinău und schloss 1961 ab.

Am 28. April 1962 debütierte sie auf der Bühne der Oper von Chișinău als Tosca. Von 1965 bis 1967 bildete sie sich in Mailand an der Scala weiter. 1966 wurde sie beim Internationalen Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau ausgezeichnet, und 1967 erhielt sie in Tokio beim Miura-Tamaki-Wettbewerb den Titel der besten Cio-Cio-San der Welt. Zu ihrem Repertoire gehörten unter anderem Aida, Tosca, Leonora aus Il trovatore, Turandot und Tatjana aus Eugen Onegin. 1970 wurde sie Volkskünstlerin der UdSSR.

Die Verbindung zu Moldau

Trotz Einladungen aus dem Ausland blieb sie der Oper von Chișinău verbunden. 1990 gründete sie ein internationales Opern- und Ballettfestival, das nach ihrem Tod ihren Namen erhielt.

Wo Sie ihr begegnen

Bieșu starb am 16. Mai 2012 in Chișinău. Zwei Tage später beschloss die Regierung, das Opernhaus am Bulevardul Ștefan cel Mare nach ihr zu benennen: das Teatrul Național de Operă și Balet Maria Bieșu. Sie ist auf dem Zentralfriedhof (dem Armenischen Friedhof) begraben, und an ihrem Wohnhaus in der Strada Alexei Mateevici 62 erinnert eine Gedenktafel an sie.

Eckdaten

  • Am 3. August 1935 in Volintiri geboren
  • Debüt als Tosca in Chișinău am 28. April 1962
  • Beste Cio-Cio-San beim Wettbewerb in Tokio 1967
  • Volkskünstlerin der UdSSR 1970
  • Oper von Chișinău im Mai 2012 nach ihr benannt

Quellen

  1. Maria Bieșu, Wikipedia
  2. Maria Bieșu, Visit Chișinău
  3. Maria Bieșu, Biblioteca Națională pentru Copii Ion Creangă (pdf)
  4. National opera house named Maria Biesu, IPN