Rară Neagră
Rară Neagră (Băbească Neagră)
Leichte, frische rote Rebsorte mit Sauerkirsche, in Rumänien als Băbească Neagră bekannt

Foto: USAID Digital Development, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons
Rară Neagră ist eine alte rote Rebsorte, die leichte, frische Weine mit einem Ton von Sauerkirsche ergibt. In Rumänien, wo sie viel häufiger angebaut wird, heißt sie Băbească Neagră. In der Republik Moldau ist sie selten, spielt aber eine Hauptrolle in der bekanntesten historischen Cuvée des Landes, Negru de Purcari.
Herkunft und Geschichte
Rară Neagră ist dieselbe Traube wie die rumänische Băbească Neagră. Ampelografen halten sie für eine sehr alte Sorte: Die früheste Erwähnung reicht bis an den Anfang des 14. Jahrhunderts zurück, und als Ursprungsort wird meist Nicorești im rumänischen Kreis Galați genannt. In Rumänien war sie 2008 mit gut 4.500 Hektar die zweithäufigste Rebsorte.
In der Republik Moldau ist sie zur Rarität geworden. Eine Übersicht der moldauischen Rebflächen zählte 2019 rund hundert Hektar, verteilt auf die Weinregionen Ștefan Vodă, Valul lui Traian und Codru. Dass die Sorte nicht verschwand, hat viel mit Château Purcari zu tun, das sie nach 2003 wieder in den Vordergrund rückte.
Wie der Wein entsteht
Der Wein ist hell- bis rubinrot, leicht im Körper, mit feinen Tanninen und auffallend hoher Säure. Im Aroma erkennt man Sauerkirsche, rote Johannisbeere und Hagebutte, bei reiferen Versionen auch getrocknete Pflaume. Weinautoren vergleichen den Stil mit Pinot Noir oder Gamay. Lange war Rară Neagră vor allem eine Partnerin in Cuvées: Im Negru de Purcari bringt sie Frische zu Cabernet Sauvignon und Saperavi, und im Freedom Blend desselben Hauses steht sie neben Saperavi aus Georgien und Bastardo aus der Ukraine. Immer öfter wird sie auch sortenrein abgefüllt.
Wo und wie Sie ihn probieren
Reinsortigen Rară Neagră finden Sie unter anderem bei Château Purcari, Castel Mimi und Fautor, das die Traube in seiner Linie Aurore und in der Cuvée Negre verwendet. Weil der Wein leicht und frisch ist, kann er kühler serviert werden als ein schwerer Roter, bei etwa 14 bis 16 °C. Er passt zu Gerichten, für die ein voller Rotwein zu schwer wäre: Sarmale, gefüllte Paprika oder ein Teller Colțunași mit Käse.