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Berühmte Moldauer Geschichte und Politik · 1433-1504

Ștefan cel Mare

Fürst der Moldau von 1457 bis 1504 und das größte historische Symbol des Landes

1433-1504

Ștefan cel Mare

Foto: Pelin Oleg, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Dokumentation · 3:16

Ștefan cel Mare

Der Fürst der Moldau, 1457 bis 1504

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Ein Denkmal auf Reisen

Am Eingang des größten Parks von Chișinău steht ein Fürst aus Bronze. Das Denkmal wurde neunzehnhundertachtundzwanzig eingeweiht. Zwölf Jahre später brachte man es nach Vaslui, in Rumänien. Neunzehnhundertzweiundvierzig kam es zurück, neunzehnhundertvierundvierzig ging es erneut fort. Erst neunzehnhundertneunundachtzig kehrte es an seinen ursprünglichen Platz zurück. Kaum ein Denkmal ist so oft umgezogen. Der Mann, den es darstellt, heißt Ștefan cel Mare, Stefan der Große.

Eine andere Moldau

Ștefan wurde zwischen vierzehnhundertdreiunddreißig und vierzehnhundertvierzig in Borzești geboren. Am vierzehnten April vierzehnhundertsiebenundfünfzig bestieg er den Thron, und bis fünfzehnhundertvier herrschte er über das Fürstentum Moldau. Dieses Land war größer als die heutige Republik Moldau. Es reichte von den Karpaten bis zum Dnjestr und zum Schwarzen Meer. Es umfasste den Osten des heutigen Rumänien mit der Hauptstadt Suceava, das Land zwischen Pruth und Dnjestr, das heute die Republik Moldau bildet, und Teile der heutigen Ukraine. Seine Herrschaft dauerte siebenundvierzig Jahre, in einem Land, in dem Fürsten einander oft rasch ablösten.

Vaslui, Januar 1475

Die Moldau lag zwischen drei Mächten: dem Osmanischen Reich, Ungarn und Polen. Am zehnten Januar vierzehnhundertfünfundsiebzig besiegte Ștefan bei Vaslui ein osmanisches Heer. Papst Sixtus der Vierte nannte ihn danach einen wahren Verteidiger des christlichen Glaubens. Ein Jahr später verlor er bei Războieni gegen Sultan Mehmed den Zweiten, doch die Osmanen zogen sich zurück. Vierzehnhundertvierundachtzig fielen die Hafenfestungen Chilia und Cetatea Albă dann doch in ihre Hände.

Steine und Festungen

Ștefan ließ Dutzende steinerne Kirchen und Klöster bauen. Das bekannteste ist das Kloster Putna, geweiht vierzehnhundertsiebzig. Auch auf dem Gebiet der heutigen Republik Moldau hinterließ er Spuren. Vierzehnhundertneunundneunzig ließ er bei Soroca eine hölzerne Burg errichten, an einer Furt im Dnjestr. Ein halbes Jahrhundert später wurde diese Burg in Stein neu gebaut. Die runde Festung mit ihren fünf Bastionen steht noch heute.

Ein heiliger Fürst

Ștefan starb am zweiten Juli fünfzehnhundertvier in Suceava. Er wurde in Putna begraben, in dem Kloster, das er selbst hatte bauen lassen. Neunzehnhundertzweiundneunzig sprach ihn die Rumänische Orthodoxe Kirche heilig. Deshalb tragen Straßen und Schulen oft den vollen Namen Ștefan cel Mare și Sfânt, Stefan der Große und Heilige.

Ein Name in der Stadt

In Chișinău trägt der wichtigste Boulevard seinen Namen, ebenso der Park hinter dem Denkmal. Zwischen neunzehnhundertneunundachtzig und neunzehnhunderteinundneunzig versammelte sich hier die Nationalbewegung, und es kam auch zu harten Zusammenstößen mit ihren Gegnern. Die Bronzefigur von Alexandru Plămădeală ist so mehr geworden als eine Erinnerung an das Mittelalter. Fünf Jahrhunderte nach seinem Tod steht Ștefan wieder an dem Ort, an den man ihn neunzehnhundertachtundzwanzig gestellt hat, am Rand des Boulevards, der seinen Namen trägt.

Fotos: Tomasz Bladyniec (CC BY 4.0), Myrabella (CC BY-SA 3.0), Photobank MD from Chisinau, Moldova (CC0), Diego Delso (CC BY-SA 4.0), 07 (CC BY-SA 4.0), Pelin Oleg (CC BY-SA 4.0), Pudelek (CC BY-SA 4.0), Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0), Original uploader was Petar Milošević at sr.wikipedia (CC BY 3.0), Cristian Bortes from Cluj-Napoca, Romania (CC BY 2.0), Julian Nyča (CC BY-SA 4.0), ElenaCozma, uploaded by Utilizator:ElenaCozma at ro.wikipedia (CC BY-SA 3.0), Q-lieb-in (CC BY-SA 4.0), Gentile Bellini (Public domain), Posterrr (CC BY-SA 4.0), Sinziana (CC BY-SA 3.0), Photobank MD from Chisinau, Moldova (CC0), akk_rus (CC BY 2.0), Cristian Bortes from Cluj-Napoca, Romania (CC BY 2.0), Alexander Klink (CC BY 4.0), Alexander Klink (CC BY 4.0), Kiss Tamás (CC BY-SA 3.0), Curcan ionel (CC BY-SA 4.0), Cosmin Cornea from Timisoara, Romania (CC BY 2.0), Myrabella (CC BY-SA 3.0), Rob from United Kingdom (CC BY 2.0), MOs810 (CC BY 4.0), Klearchos Kapoutsis from Santorini, Greece (CC BY 2.0), Harold (CC BY-SA 4.0), Mirek237 (Public domain). Stimme: synthetische Stimme (KI).

Ștefan cel Mare (Stephan der Große) war 47 Jahre lang Fürst der Moldau und gilt in der Republik Moldau als wichtigste Gestalt der Nationalgeschichte. Er behauptete sich zwischen dem Osmanischen Reich, Ungarn und Polen und ließ Dutzende steinerne Kirchen und Klöster errichten. In Chișinău trägt der Hauptboulevard seinen Namen, und am Eingang des zentralen Parks steht sein Bronzestandbild.

Bezug zu MoldauȘtefan cel Mare herrschte von 1457 bis 1504 über das historische Fürstentum Moldau, das neben der heutigen Republik Moldau (dem Land zwischen Pruth und Dnjestr) auch den Osten des heutigen Rumäniens und Teile der Ukraine umfasste, mit Suceava als Hauptstadt.

Ștefan wurde zwischen 1433 und 1440 in Borzești geboren und bestieg am 14. April 1457 den Thron. Seine lange Herrschaft war eine Ausnahme in einem Land, in dem die Herrscher einander oft schon nach wenigen Jahren ablösten. Sein bekanntester Sieg ist die Schlacht bei Vaslui am 10. Januar 1475 gegen ein osmanisches Heer. Papst Sixtus IV. nannte ihn danach einen wahren Verteidiger des christlichen Glaubens. Am 26. Juli 1476 unterlag er bei Războieni Sultan Mehmed II., doch die Osmanen zogen sich zurück. 1484 fielen dagegen die Hafenfestungen Chilia und Cetatea Albă (beide heute in der Ukraine) in osmanische Hand.

Ștefan starb am 2. Juli 1504 in Suceava und ist im Kloster Putna begraben, das er selbst errichten ließ und das 1470 geweiht wurde. Die Rumänisch-Orthodoxe Kirche sprach ihn 1992 heilig, daher der Zusatz și Sfânt (und Heiliger) in vielen offiziellen Namen.

Die Verbindung zu Moldau

Das mittelalterliche Fürstentum Moldau deckt sich nicht mit der heutigen Republik Moldau. Es reichte von den Karpaten bis zum Dnjestr und zum Schwarzen Meer: der Osten des heutigen Rumäniens mit Suceava und Iași, das Gebiet zwischen Pruth und Dnjestr, das heute die Republik Moldau bildet, und Teile der heutigen Ukraine. Auf moldauischem Boden ließ er 1499 an einer Furt durch den Dnjestr bei Soroca eine hölzerne Burg errichten, die Vorläuferin der steinernen Festung Soroca.

Wo Sie ihm begegnen

Das Bronzestandbild des Bildhauers Alexandru Plămădeală wurde am 29. April 1928 am Eingang des Parks enthüllt, der heute seinen Namen trägt. 1940 wurde es nach Vaslui gebracht, kehrte 1942 zurück, kam 1944 erneut nach Rumänien und steht seit 1989 wieder an seinem ursprünglichen Platz. Zwischen 1989 und 1991 bildete das Denkmal die Kulisse für Kundgebungen der Nationalbewegung.

Eckdaten

  • Fürst der Moldau von 1457 bis 1504
  • Sieg bei Vaslui am 10. Januar 1475
  • Kloster Putna 1470 geweiht
  • Hölzerne Burg bei Soroca 1499
  • 1992 von der Rumänisch-Orthodoxen Kirche heiliggesprochen

Quellen

  1. Stephen the Great, Wikipedia
  2. Stephen the Great Monument, Wikipedia
  3. Soroca Fort, Wikipedia
  4. Stephen the Great Central Park, Wikipedia