Plăcinte
Gefüllte Teigfladen
Flache Teigfladen mit Käse, Kohl, Kartoffeln oder Kirschen, aus der Pfanne oder dem Ofen

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Der Duft des Morgens
In Chișinău riecht der Morgen nach gebackenem Teig. An Kiosken, in Bäckereien und an Marktständen gehen flache, gefüllte Fladen über den Tresen, warm und in Papier gewickelt. Sie heißen Plăcinte. Nach Ansicht des nationalen Tourismusamts gibt es kein Gericht, das das moldauische Volk und seine Traditionen besser verkörpert. Eine Plăcintă mit Käse und eine Schale saure Sahne sind hier ein vollständiges Mittagessen, das man unterwegs aus der Hand isst.
Ein lateinischer Name
Der Name ist älter als das Land. Plăcintă kommt vom lateinischen placenta, was Kuchen bedeutet, und dieses Wort geht auf das griechische plakous zurück, flacher Kuchen. Als ferner Vorfahre wird oft die römische Placenta genannt, ein Kuchen aus Käse und Honig, den der Staatsmann Cato der Ältere vor mehr als zweitausend Jahren beschrieb. Anfang des neunzehnten Jahrhunderts stand Plăcintă schon auf den Speisekarten von Odessa, neben Gerichten vom Balkan. Von Bessarabien aus verbreitete sich das Gebäck über die Steppe im Süden der Ukraine.
Teig, Füllung, Falten
Der klassische Pfannenfladen beginnt mit einem einfachen Teig aus Mehl, warmem Wasser, Öl und Salz, der eine halbe Stunde ruht. Jede Teigkugel wird dünn ausgerollt. Die Füllung kommt in die Mitte, und der Rand wird in Lappen darübergeschlagen, wie die Blätter einer Blüte. Dann wird der Fladen flach gedrückt und mit etwas Öl beidseitig goldbraun gebacken. Andere Varianten kommen in den Ofen, aus Blätterteig oder aus hauchdünn ausgezogenem Teig.
Was hineinkommt
Die Füllung folgt der Jahreszeit und der Vorratskammer. Zerbröckelte Brânză mit Dill ist die bekannteste. Daneben gibt es Plăcinte mit geschmortem Kohl, mit Kartoffeln und gebratenen Zwiebeln oder mit Kürbis. Süße Varianten bekommen Äpfel, Kirschen oder süßen Frischkäse. In den Fastenzeiten der orthodoxen Kirche, wenn keine Milchprodukte auf den Tisch kommen, wählt man Kohl, Kartoffeln oder Kürbis. Zu Hause kommen ein Löffel saure Sahne und eine Tasse Tee oder ein Glas Wein dazu.
Von der Küche zur Kette
Im Land sind ganze Restaurants nach dem Gebäck benannt. Die moldauische Kette La Plăcinte hatte zweitausendvierzehn schon drei Lokale in Bukarest. Auch die Nachbarn beanspruchen das Gebäck. Die Ukraine nahm ihre Tradition der Platsynda zweitausendzweiundzwanzig in die nationale Liste des immateriellen Erbes auf, und Rumänien ließ die Plăcintă aus der Dobrudscha europaweit schützen.
Klein, aber alt
Eine Plăcintă ist klein, günstig und schnell gegessen. Doch wer eine aufbricht, hält ein Stück Geschichte in der Hand. Der Name stammt aus dem Latein Roms, das Gebäck reiste bis nach Odessa und in die Steppe am Schwarzen Meer, und die Füllung kommt noch immer aus dem Gemüsegarten und dem Schafstall. Drei Länder nennen das Gebäck ihr eigenes, und hier nennt man es einfach das Essen für jeden Tag.
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Plăcinte sind flache, gefüllte Teigfladen und der bekannteste alltägliche Imbiss der Republik Moldau. Die Füllung reicht von Brânză mit Dill über Kohl, Kartoffeln und Kürbis bis zu Apfel oder Sauerkirschen; gebacken werden sie in der Pfanne oder im Ofen. Auch Rumänien und die Südukraine kennen sie, doch in der Moldau sind ganze Restaurantketten nach ihnen benannt.
Herkunft und Geschichte
Der Name geht über das lateinische placenta (Kuchen) auf das griechische plakous zurück, flacher Kuchen. Als ferner Vorfahre wird oft die römische Placenta aus Käse und Honig genannt, die Cato der Ältere um 160 v. Chr. beschrieb. Sicher ist, dass Plăcintă zu Beginn des 19. Jahrhunderts schon auf Speisekarten in Odessa stand und sich über Bessarabien und die südliche Steppe der Ukraine verbreitete. Der nationale Tourismusdienst nennt Plăcinte auf moldova.travel das Gericht, das das moldauische Volk und seine Traditionen am besten verkörpert. Auch die Nachbarn beanspruchen das Gebäck: Die Ukraine nahm ihre Platsynda-Tradition 2022 in die nationale Liste des immateriellen Kulturerbes auf, und Rumänien ließ die Plăcintă dobrogeană EU-weit schützen.
Wie sie zubereitet werden
Für den klassischen Pfannenfladen knetet man einen geschmeidigen Teig aus Mehl, warmem Wasser, Öl und Salz und lässt ihn eine halbe Stunde ruhen. Jede Teigkugel wird dünn ausgerollt, die Füllung kommt in die Mitte, und der Rand wird in Laschen über die Füllung geklappt. Dann drückt man den Fladen flach und brät ihn in wenig Öl von beiden Seiten goldbraun. Ofenvarianten verwenden häufiger Blätterteig oder dünn ausgezogenen Teig. Die bekanntesten Füllungen sind zerbröselte Brânză mit Dill, geschmorter Kohl, Kartoffeln mit gebratenen Zwiebeln und Kürbis; süße Varianten bekommen Apfel, Kirschen oder süßen Quark.
Wo und wie Sie sie probieren
In Chișinău finden Sie Plăcinte in Bäckereien, an Kiosken und Marktständen, warm und in Papier gewickelt. Die in der Moldau gegründete Kette La Plăcinte hatte 2014 bereits drei Restaurants in Bukarest, ein Zeichen dafür, dass die moldauische Version auch auf der anderen Seite des Pruth als etwas Eigenes gilt. Zu Hause isst man sie mit einem Löffel Smântână, zum Tee oder zu einem Glas Wein. Eine Plăcintă mit Brânză und eine Schale saure Sahne ergeben ein komplettes Mittagessen.
Plăcinte
Zutaten
Zubereitung
- Mehl und Salz mischen, Wasser und 3 EL Öl zugeben und 5 Minuten zu einem geschmeidigen, nicht klebenden Teig kneten. Zugedeckt 30 Minuten ruhen lassen.
- Die Brânză zerbröseln und mit Quark, Ei und Dill vermischen.
- Den Teig in 8 Kugeln teilen und jede zu einem dünnen Fladen von ca. 20 cm ausrollen.
- Einen großzügigen Löffel Füllung in die Mitte geben, den Rand an einigen Stellen einschneiden und die Laschen über die Füllung klappen. Den Fladen vorsichtig auf ca. 15 cm flach drücken.
- Die Plăcinte in einer Pfanne mit wenig Öl bei mittlerer Hitze 2 bis 3 Minuten pro Seite goldbraun braten.
- Warm mit saurer Sahne servieren.